Fachwerkrestaurierung
Fachwerk verstehen und dementsprechend pflegen
"Fachwerk muss tanzen können ohne dabei zu zerfallen"
Damit ist gemeint, das alle eingebrachten Materialien auf das Holzkonstrukt abgestimmt werden müssen.
Hier lautet unsere Devise: Was seit hunderten von Jahren funktioniert hat, wird die moderne Industrie nicht ändern können.
Lehm, Kalk, Öl. MEHR NICHT!
Zementzusätze oder kunststoffgebundene Farben (Acrylate, Silikonharze, Thermoplaste) haben an einem Fachwerkhaus keinen Bestand - sie zerstören es langsam.
Wir verarbeiten Branntkalk als Heißkalkmörtel/-anstriche, der reine Luftkalk als Bindemittel.
Unter Temperaturentwicklung ab 40°C - 90°C löscht der Kalk ab und wird in dieser Löschphase verarbeitet.
Der Vorteil: die Kennwerte und Verarbeitungseigenschaften unterscheiden sich deutlich von vergleichbaren Kalkmörteln, welche kalt verarbeitet werden. Eigenschaften der HAM Technik sind frühes Ansteifen, höhere Festigkeit, bessere Haftung, bessere feuchtetechnische Eigenschaften und bessere Salzresistenz.
Diese Eigenschaften sind mit naturwissenschaftlichen Methoden in den Untersuchungen eindeutig belegt worden.
Um eine fachgerechte Pflege/Restaurierung/Renovierung durchführen zu können, gliedert sich die Vorgehensweise nach dem ersten Kundenkontakt wie folgt auf:
- Erste Begehung
- Bestandserfassung
- restauratorische Voruntersuchungen
- Befundung
- Konzeptentwicklung
- Rücksprache mit der Denkmalschutzbehörde
- Dokumentation
Als angehende Restauratorin im Handwerk habe ich den Sachverstand Fachwerkhäuser zu pflegen und dieses Wissen habe ich an meine Mitarbeiter weitergegeben. Auch den Kontakt zu Restauratoren aus dem Zimmererhandwerk pflege ich kontinuierlich und arbeite eng mit ihnen zusammen.
Gemeinsam sind wir stark für Ihr Fachwerkhaus.
Sandra Held und ihr Team restaurieren altes Fachwerkhaus (op-online.de)
Sandra Held aus Zellhausen: mit viel Herzblut zur Restauratorin (op-online.de)
Bestandslehm von 1843 sichern
restauratorische Voruntersuchung innen
Staken- und Weidengeflecht mit Strohlehm von 1843 wieder füllen
Ausfachungen gemauert mit Lehmsteinen
rechts Stakengeflecht, links Strohlehm, mitte Luftkalk
Gebälk eingepflegt mit Standöllasur, Gefache Sumpfkalk
ausgemauertes Sichtgefache
Zubereitung Heißkalkfarbe
Gebälk eingepflegt mit Standöllasur, Gefache Heißkalkfarbe
Gefache Anstrich Heißkalkfarbe, Gebälk Anstrich Standöllasur
restauratorische Voruntersuchung außen
restauratorische Voruntersuchung innen
Vorher / Nachher
Anfangsstadium der Restaurierung
nach Restaurierung
vor Restaurierung
nach Restaurierung